Hier finden Sie Medienberichte über unsere Studien sowie Interviews, die ich im Rahmen der Wissenschaftskommunikation gegeben habe.
Wichtiger Hinweis für Medienschaffende:
Grundsätzlich stehe ich gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zu meinen Forschungsthemen zur Verfügung. Da gerade Menschen die Drogen konsumieren und psychisch erkrankt sind häufig von Stigmatisierungen betroffen sind, möchte ich um eine faire Berichterstattung bitten, welche auf Skandalisierungen und negative Zuschreibungen dieser Personengruppe verzichtet, da diese Form der Berichterstattung zu einer Stigmatisierung dieser Menschen beiträgt. In diesem Zusammenhang verweise ich auf den „Leitfaden zur stigmafreien Mediendarstellung von Menschen mit Suchtkrankheiten“ für Medienschaffende des Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Leitfaden FairMedia
2026
WDR Lokalzeit Ruhr, 08.07.2026:
Diskussion um Drogenkonsumraum in Essener Innenstadt
Nordwest-Zeitung, 01.07.2026:
Doppelpas mit dem Bier.

rbb24, 26.06.2026:
„Ohne Olga werden ein paar von den Prostituierten einfach sterben“
Suchtforscher Daniel Deimel hat sich mit Drogenproblematiken in vielen Großstädten im In- und Ausland beschäftigt. Er beobachtet vor allem einen Anstieg von Crack-Konsumenten und führt den Anstieg unter anderem auf die hohe Verfügbarkeit von Kokain auf dem internationalen Drogenmarkt zurück. Kokain wird zu Crack verarbeitet und geraucht, macht schwer abhängig und ist sehr gesundheitsschädigend.
Trotz der Entwicklungen auf dem internationalen Drogenmarkt sind Städte gegenüber offenen Drogenmissbrauch nicht machtlos, so Deimel. Ihm zufolge braucht es Konzepte, die psychiatrische Versorgung, Suchtmedizin und die Wohnungslosenhilfe zusammenfassten.
Außerdem müsse man den Menschen, denen es momentan schlecht geht auf der Straße, dringend helfen. „Was wir brauchen, ist ein deutlicher Ausbau schadensmindernder Angebote. In Berlin, aber auch in anderen Großstädten, gibt es Drogenkonsumräume. Die leisten eine zentral wichtige Arbeit“, so Deimel. Er befürwortet, dass Mikrohandel mit Drogen, also Drogendealen in sehr kleinem Umfang, in solchen Zentren toleriert wird. Das wird etwa in der Schweiz praktiziert, wie er erzählt. Auch in Köln habe man jetzt so einen Vorstoß gewagt.
Der Spiegel / Spiegel Online, Nr. 27/2026; 26.06.2026:
Die Psychonauten.
»Der Konsument oder die Konsumentin fühlt sich glücklich und zufrieden«, sagt der Suchtforscher Daniel Deimel von der Technischen Hochschule Nürnberg in Franken. »Also eigentlich alles super – wenn eben nicht die Abhängigkeit da wäre.«
Die Sucht entsteht, weil sich die Opioidrezeptoren mit der Zeit an die Stimulation durch Heroin gewöhnen. Das Gehirn verlangt gleichsam nach immer mehr Stoff, damit es das Hochgefühl wieder erleben kann. Bei den anderen Opioiden stellt sich die Abhängigkeit auf die gleiche Weise ein. Als illegales Rauschgift ist Heroin bis heute verbreitet, bislang kam es vor allem aus Afghanistan, dem wichtigsten Anbaugebiet für Schlafmohn. Seit dort ab August 2021 erneut die radikalislamistischen Taliban regieren, stockt der Nachschub.
Das verknappte Angebot führt allerdings nicht zu geringerer Nachfrage. Als Ersatz für Heroin bringen kriminelle Banden synthetische Opioide auf den Schwarzmarkt. Der Anbau von Schlafmohn sei gar nicht mehr nötig, sagt Suchtforscher Deimel. »Die synthetischen Opioide entstehen ausschließlich im Labor.«
Kölnische Rundschau, 16.06.2026:
Neue Hotspots durch Verdrängung der Drogenszene.
Auch Suchtforscher Daniel Deimel sieht die Entwicklung kritisch - allerdings vor allem mit Blick auf die fehlenden Hilfsangebote. Köln mangele es weiterhin an Aufenthaltsräumen, sagt er, und der Drogenkonsumraum am Neumarkt könne das nicht auffangen. Gerade deshalb sei das neue Suchthilfezentrum am Perlengraben so wichtig, "weil das ein Anlaufpunkt für die Szene sein wird". Zugleich kritisiert Deimel, derzeit passierten viele Einzelmaßnahmen, die nicht ausreichend aufeinander abgestimmt seien. Köln brauche "ein klares Konzept, in dem alles ineinandergreift". Dazu gehörten auch Übernachtungsräume, in denen Drogenkonsum erlaubt sei. Vor allem viele obdachlose Crackkonsumenten mieden die städtischen Übernachtungsangebote, weil sie dort nicht konsumieren dürfen, und blieben stattdessen auf der Straße. "Was mir auch fehlt: Es gibt kein kontinuierliches Monitoring in Form von Befragungen der Szene. Das wäre aber notwendig, um rechtzeitig nachsteuern zu können", sagt Deimel.
Kölner-Stadt-Anzeiger, 12.06.2026:
Drogenszene am Neumarkt. Stadt Köln verschärft Lage wegen Personalmangels im Konsumraum
Suchtexperte Daniel Deimel hält es grundsätzlich für „hochproblematisch“, die Öffnungszeiten eines Drogenkonsumraums zu reduzieren. Für suchtkranke Menschen bedeute das, dass sie zeitweise keinen Zugang zu sterilen Spritzen, Beratung und Betreuung hätten. Zudem steige das Risiko von Überdosierungen. „Wenn der Raum geschlossen ist, dann wird auch automatisch vermehrt auf der offenen Straße konsumiert“, sagt Deimel.
Die Öffnungszeiten unter der Woche von 8 bis 23 Uhr bewertet er im Vergleich zu anderen Kommunen zwar als gut. Eine vollständige Schließung am Wochenende werde jedoch negative Folgen haben. Der Konsumraum am Neumarkt sei aus seiner Sicht „nicht wirklich gescheitert“. Dort habe es 2025 rund 50.000 Konsumvorgänge gegeben, die sonst auf der Straße stattgefunden hätten. Außerdem hätten Rettungskräfte dort 70 suchtkranken Menschen nach medizinischen Notfällen infolge des Konsums das Leben gerettet. „Ohne den Raum wäre die Situation also deutlich schlechter“, sagt Deimel.
Heidenheimer Zeitung, 08.06.2026:
Der Fußball und das Bier.
Die ständige Präsenz der Brauereien und ihrer Produkte in den deutschen Fußballstadien hat auch Daniel Deimel, Professur für Gesundheitsförderung und Prävention an der Technischen Hochschule Nürnberg, erkannt. „Für die Bierindustrie ist das natürlich ein hervorragendes Feld“, sagt der Suchtforscher. Denn im Stadion könne die Brauerei ihr Bier bewerben und gleichzeitig verkaufen, was riesiges Refinanzierungspotential biete. „Das sind immense Mengen, die umgesetzt werden“, bekräftigt er. Denn für viele Fans sei Bierkonsum Teil des Stadionerlebnisses. „Es beginnt beim Vorglühen vor dem Spiel und geht im Stadion und danach weiter.“ Auf den Rängen habe der Alkohol eine enthemmende Wirkung, wirke je nach Spielstand wie ein Katalysator. Bei Konsum in geringem Maß und einem Sieg hebe das Bier oft die Stimmung. Klettere der Pegel weiter oder gehe das Spiel verloren, steige aber die Gewaltbereitschaft vieler Fans. Deswegen, so Deimel, verbiete oder limitiere die Polizei den Ausschank von Alkohol während Hochrisikospielen, also Partien verfeindeter Vereine. So geschehen beim Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig im März: Der hannoversche Brauereipartner Gilde produzierte eigens für dieses Spiel ein alkoholreduziertes Bier. Solche Maßnahmen seien jedoch kaum hilfreich, um den enormen Bierverzehr in den Stadien einzuschränken: „Deutschland ist ein Hochkonsumland.“ Laut dem Gesundheitsministerium wiesen im Jahr 2024 rund 3,9 Millionen Menschen eine alkoholbezogene Störung, also Missbrauch oder Abhängigkeit, auf. Nach Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sterben jährlich rund 47.500 Menschen an ihrem Alkoholkonsum. Obwohl die Deutschen laut Statistiken seit einigen Jahren weniger Alkohol trinken, zeigt sich Deimel von diesen Zahlen beunruhigt: „Aus einer Public-Health-Perspektive ist das problematisch, was wir hier machen.“. Dennoch gebe es Möglichkeiten, um Konsum und Präsenz einzudämmen, nicht nur während der Fußballspiele. Eine Erhöhung der Alkoholsteuer könne helfen, durch den Verkauf in separaten Shops werde die Verfügbarkeit eingegrenzt. Deimel spricht sich zudem für die Beschränkung von Werbung für alkoholhaltige Getränke im Stadion aus, sei es auf Werbebanden, Anzeigetafeln oder Plakaten. Hier sieht der Experte die Profiklubs in der Pflicht: „Die Vereine sollten ihre Partner besser auswählen. Glücksspiel und Alkohol sollten im Fußball nicht beworben werden.“
SWR 3 Das Wissen, 08.06.2026:
Alkohol im Fußballstadion – Wie Sponsoren und Fankultur das Trinken fördern.
„Es ist eine Droge, mit der Verbundenheit und Gemeinschaft kreiert werden kann. Und das ist ja genau das, was die Brauereien wollen. Sie wollen ja ein Erlebnis inszenieren. Um den Alltag zu vergessen, im Hier und Jetzt zu sein.“
(…)
„Also wenn man in bestimmten Kontexten nicht trinkt, wird man eher komisch angeschaut. Und weil wir eben auch Strukturen haben, die das ermöglichen. Die Verfügbarkeit ist sehr, sehr hoch. An jeder Tankstelle kann ich Tag und Nacht Alkohol kaufen.“
dpa, 06.2026:
Kaffee statt Bier – St. Paulis andere Fankultur.
Suchtforscher Daniel Deimel, der eine Forschungsprofessur für Gesundheitsförderung und Prävention innehat, findet Initiativen wie die Weiß-braunen Kaffeetrinker*innen wichtig. «Es ist natürlich problematisch, dass in diesem Umfeld von Fußballereignissen Werbung geschaltet wird für Alkohol, für Bier und Alkoholprodukte.»
In diesem Jahr feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen. Für die Mitglieder des Fanclubs sind die regelmäßigen Treffen zu einer Routine geworden. Sie kommen aber nicht nur zum Fußballschauen zusammen. Alle zwei Wochen trifft sich die Selbsthilfegruppe des Clubs. «Das ist ja ein bisschen wie so ein Graswurzelansatz, dass sich da Menschen zusammentun und einen Gegenpol darstellen und sich gegenseitig auch unterstützen», sagt Suchtexperte Deimel.
Kölner Stadt-Anzeiger, 29.05.2026:
Verelendung auf Kölns Plätzen. Wie Crack die Drogenszene flutet.
„Die Dynamik ist bei Crack eine völlig andere als bei Heroin. Bei Heroin wird über den Tag verteilt vier- bis fünfmal konsumiert, es hat eher sedierende Wirkung. Die Leute sind eher in der Lage, einen Tagesrhythmus aufrechtzuerhalten. Bei Crack konsumieren die Leute zehn, 15, 20-mal am Tag, dadurch auch öfter im öffentlichen Raum, es ist stimulierend, es gibt mehr Aggressionen“, sagte der Suchtexperte Daniel Deimel im vergangenen Jahr.
Kölner Stadt-Anzeiger, 28.05.2026:
Mikrohandel-Debatte erreicht geplantes Suchthilfezentrum am Perlengraben.
In der größten Stadt der Schweiz gibt es das sogenannte Zürcher Modell – es dient der Stadt Köln als Vorbild bei der Suche nach Lösungen für die Drogenproblematik. „Ein sehr zentraler Aspekt ist, dass der Mikrohandel zwischen Konsumenten in Teilen der Einrichtungen toleriert wird“, sagt Deimel zum Vorgehen in Zürich. Suchtkranken Menschen steht in den dortigen Kontakt- und Anlaufstellen eine eigene Zone für den Mikrohandel zur Verfügung.
Der Austausch illegaler psychoaktiver Substanzen zwischen den Nutzenden wird dort toleriert, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: Der Kleinhandel muss diskret stattfinden, also nur in diesem Raum, es steht keine Waage zur Verfügung, es darf kein Geld sichtbar sein. Zugang haben ausschließlich Schwerstabhängige, die dem Personal bekannt sind – professionellen Dealern wird der Zutritt somit verwehrt oder zumindest erschwert
Kölner-Stadt-Anzeiger, 28.05.2026:
Mikrohandel im Verborgenen. Kölner Drogen-Dilemma spielt sich in einem schwarzen Zelt ab.
Suchtexperten verweisen auf Erfahrungen in Zürich, wonach Hilfsangebote wie Drogenkonsumräume und Suchthilfezentren besser funktionieren können, wenn suchtkranke Menschen untereinander mit Kleinstmengen handeln dürfen. Das gilt insbesondere für Crack, denn bislang gibt es keine Ersatzstoffe, und die Wirkung hält nicht lange an. Die Hoffnung dahinter: Ist der Mikrohandel in einem geschützten Raum möglich, kann die Polizei draußen auf der Straße rigoroser gegen die professionellen Dealer vorgehen.
„Ein sehr zentraler Aspekt ist, dass der Mikrohandel zwischen Konsumenten in Teilen der Einrichtungen toleriert wird“, sagt Suchtforscher Daniel Deimel zum Vorgehen in Zürich. Der Drogenhandel im großen Stil sei auch in den Einrichtungen dort untersagt. Nur so könne es gelingen, Drogenszenen im öffentlichen Raum aufzulösen. „Die Toleranz des Mikrohandels in den Einrichtungen gelingt, indem die Polizei nur im Notfall in die Suchthilfeeinrichtungen kommt“, sagt Deimel. So kämen Polizeibeamte nicht in die Situation, den Kleinhandel zu sehen und somit zwangsläufig eine Strafverfolgung einleiten zu müssen.
NWZ Online, 14.05.2026:
Doppelpass mit dem Bier – Alkohol und Fußball – ein unschlagbares Team?
WDR TV, Aktuelle Stunde, 27.04.2026:
Alltag in den Städten: Einzelhandel vs. Drogenszene.
Deutschlandfunk Nova. Podcast „Hörsaal“ 24.04.2026:
Drogenpolitik. Neue Wege im Umgang mit der offenen Drogenszene.

Crack, Fentanyl, Nitazene: In Deutschland breiten sich gefährliche Drogen immer weiter aus, und ihr Konsum wird zunehmend öffentlich. Warum ist das so? Und wie kann man Suchtkranken helfen und mit den offenen Drogenszenen umgehen? Ein Vortrag des Suchtforschers Daniel Deimel.
Wer Daniel Deimel über die offenen Drogenszenen in Deutschland sprechen hört, merkt schnell: Er hört zu. Er spricht nicht nur über Betroffene der aktuellen Drogenkrise, sondern auch mit ihnen – mit Konsument*innen ebenso wie mit Helfer*innen, Anwohner*innen und anderen Menschen, die mit den Folgen des Drogenmarkts leben müssen. Sein Ziel ist Verständnis, um Lösungen zu finden.
Bayerischer Rundfunk. Podcast „Die Frage“ 16.04.2026
Sex auf Drogen: Fühlst du dich nur so geliebt, Tovja?

Chemsex hat Tovja das erste Mal mit 26. Schnell wird daraus eine Sucht nach Sex auf Drogen. Der Konsum zieht sich durch sein ganzes Leben, bestimmt seinen Alltag, bis er komplett abstürzt. Am Ende verliert er fast alles, seinen Job, seine Wohnung – er landet im Gefängnis. Doch warum hat er sich nur auf Drogen geliebt und begehrt gefühlt? Gemeinsam mit dem Suchtforscher Daniel Deimel analysiert Host Oleg die Geschichte von Tovja und geht der Frage nach, warum Menschen in die Chemsex-Sucht rutschen. Welche Rolle spielen Druck, Scham und das Gefühl, funktionieren zu müssen?
WDR 5 und WDR 2, 11.04. & 13.04.2026:
Verbot von Lachgas.
Choices, 11.03.2026:
„Es gibt wenig Akzeptanz für solche Einrichtungen“
Suchtforscher Daniel Deimel über das geplante Suchthilfezentrum im Pantaleonsviertel
In der offenen Drogenszene in Köln hat in den vergangenen Jahren die Verelendung zugenommen. Gerade die Lage rund um den Neumarkt war ein zentrales Wahlkampfthema von Oberbürgermeister Torsten Burmester. Der Stadtrat hat nun mit großer Mehrheit ein Suchthilfezentrum (SHZ) im Pantaleonsviertel beschlossen. Das Zentrum soll den Neumarkt entlasten, stößt in der Nachbarschaft aber auf Widerstand. Daniel Deimel über die geplanten Maßnahmen, die Ängste der Anwohnenden und darüber, was aus fachlicher Sicht suchtkranken Menschen wirklich hilft.

WDR 5 , Westblick aktuell, 10.03.2026:
Was NRW-Städte gegen offene Drogenszenen tun wollen.
Deimel sagt: seitdem Crack zu einer vorherrschenden Droge geworden ist – also rauchbar gemachtes Kokain – habe sich die Drogenszene deutlich verändert. Der Rausch hält nur kurz, der nächste Kauf folgt schnell. Und es gibt noch keine Ersatzstoffe zur Behandlung. Auch Deimel sieht das Züricher Vorgehen als beispielhaft. Dort gilt das Motto: „Draußen gilt Null Toleranz, drinnen ist ein sicherer Hafen.“
WDR TV, Der Gesundheitskompass, 05.03.2026:
Leben im Schatten der Sucht: Wer hilft den Angehörigen?
Eine Sucht kann nicht nur das Leben vieler Betroffener zerstören – sie zieht oft auch ihr Umfeld in den Abgrund. Eltern, Partner, Kinder, Freunde: Sie alle können in eine Abwärtsspirale aus Angst, Schuld und Überforderung geraten. Auf einen Suchterkrankten kommen in Deutschland im Schnitt mindestens fünf Angehörige – das sind viele Millionen Menschen. Angehörige können selbst psychisch oder sogar an einer Sucht erkranken. Wie kann den Angehörigen rechtzeitig geholfen werden?

NRZ, 12.02.2026:
Drogenabhängigkeit in der Innenstadt: „Suchthilfe muss da sein, wo die Szene ist“.

In Städten wie Düsseldorf, Essen oder Duisburg gibt es seit Jahren Streit um die offene Drogenszene und den Umgang mit suchtkranken Menschen. Grenzt man sie aus oder integriert man sie? Bietet man Konsumräume an oder reagiert man mit Repression?
Prof. Dr. Daniel Deimel, Gesundheitswissenschaftler und Suchtforscher aus Köln, der an der Technischen Hochschule Nürnberg lehrt, spricht im Interview mit der NRZ darüber, welche Vorbilder es für NRW gibt und wie die Drogenpolitik weiterentwickelt werden muss.
Deutschlandfunk, 05.02.2026:
„Wo sollen Sie hin?“ Diskussion um Suchthilfezentrum für Drogenkranke in Köln.
WDR Online, 31.01.2026:
Crack vor der Haustür: Wie umgehen mit offenen Drogenszenen in NRW?

Die offenen Drogenszenen in den Innenstädten von NRW haben sich verändert. Das liegt vor allem am stark gestiegenen Konsum von Crack. Oft reichen die bestehenden Hilfsangebote dafür nicht mehr aus – wie zum Beispiel in Köln. Dort soll im Pantaleonsviertel deshalb ein Suchthilfezentrum entstehen.
Der Kölner Stadtrat will am Donnerstag erste Entscheidungen zum Standort treffen. Bereits am Samstag protestierten rund 1.000 Menschen gegen dieses Vorhaben. So kritisieren sie, dass das Projekt über die Köpfe der Bewohnerinnen und Bewohner hinweg geplant wurde. Außerdem sei das Konzept zur Umsetzung nicht ausgereift.
Die Frage, mit welchem Konzept man das Drogenproblem lösen kann, beschäftigt auch den Suchtforscher Daniel Deimel aus Köln. Er ist Professor für Gesundheitsförderung und Prävention an der Technischen Hochschule Nürnberg. Er ist außerdem Gastwissenschaftler am LVR-Klinikum Essen.
tagesschau, 26.01.2026:
Europol gelingt größter Schlag gegen Hersteller synthetischer Drogen.
Kölner Stadt-Anzeiger, 23.01.2026:
Stadt verteidigt Pläne für Suchthilfezentrum – Anwohnende wütend.
Der Suchtforscher Prof. Dr. Daniel Deimel widersprach der Befürchtung, ein Suchthilfezentrum könne zusätzliche Dealer oder Suchtkranke anziehen. SHZ hätten keinen „Pullfaktor“, sagte er. Solche Einrichtungen seien „Teil der Lösung, nicht des Problems“. Die derzeitigen Zustände seien für Anwohnende, Schülerinnen und Schüler sowie Geschäftsleute nicht mehr tragbar. Deimel plädierte für mehr Zentren dieser Art und dafür, Wohnungslosigkeit konsequent mitzudenken. Zugleich warnte er davor, „Menschengruppen gegeneinander aufzuwiegeln“.
Kölner Stadt-Anzeiger, 23.01.2026:
Stadt will auch Menschen ohne Wohnsitz in Köln helfen.
Eine Studie des Suchtforschers Daniel Deimel zeige, dass etwa 83 Prozent der Konsumierenden am Neumarkt ihren Wohnsitz in Köln und weitere zehn Prozent ihren Lebensmittelpunkt seit durchschnittlich anderthalb Jahren in Köln haben. 27 Prozent der befragten Personen in Köln gaben an, in der vergangenen Woche überwiegend in der eigenen Wohnung geschlafen zu haben, 63 Prozent waren wohnungslos. Für die Studie wurden im Herbst 2024 insgesamt 120 Angehörige der Kölner Drogenszene befragt.
Kölnische Rundschau, 21.01.2026:
An der Toleranzgrenze.
Der von Rau um Stellungnahme gebetene Suchtforscher Daniel Deimel betonte, dass es dringend wei terer Hilfezentren bedürfe, um die Situation auf Dauer zu bewältigen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 06.01.2026:
Gastbeitrag: Neumarkt nach Schweizer Vorbild.

